Six Flags schließt nach tödlichem Zwischenfall neun weitere Achterbahnen
-
Claudia -
13. Oktober 2026 um 18:06 -
301 Mal gelesen
Nach einem tödlichen Zwischenfall im US-amerikanischen Freizeitpark Six Flags Over Georgia hat der Betreiber Six Flags Entertainment Corporation vorsorglich neun weitere Achterbahnen in sechs seiner Freizeitparks vorübergehend geschlossen. Die Entscheidung wurde am 12. Oktober 2026 bekannt gegeben. Die Untersuchungen zu den Umständen des Vorfalls dauern an.
Ermittlungen nach Zwischenfall in Georgia
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, kam es im Freizeitpark Six Flags Over Georgia in Austell, unweit von Atlanta, zu einem schweren Zwischenfall im Zusammenhang mit einer Achterbahn. Nach Angaben der zuständigen Behörden kam dabei ein Mensch ums Leben. Weitere Personen wurden verletzt.
Die Ermittlungen werden von der Major Crimes Unit des Cobb County Police Department geführt. Bislang haben die Behörden weder die genaue Todesursache noch die Umstände der Verletzungen abschließend bestätigt.
Auch die betroffene Achterbahn wurde in den zunächst veröffentlichten offiziellen Stellungnahmen nicht namentlich genannt. Auf Aufnahmen lokaler Fernsehsender ist allerdings zu sehen, wie Fahrgäste von der Achterbahn Goliath evakuiert werden.
Die 2006 eröffnete Anlage stammt vom Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard. Sie erreicht eine Höhe von rund 61 Metern und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 113 km/h.
Neun weitere Achterbahnen vorsorglich geschlossen
Als Reaktion auf den Vorfall hat Six Flags nach eigenen Angaben neun vergleichbare Achterbahnen in sechs Freizeitparks vorübergehend außer Betrieb genommen.
Das Unternehmen bezeichnet die Maßnahme ausdrücklich als Vorsichtsentscheidung. Die Sicherheit der Besucher und Beschäftigten habe weiterhin hohe Priorität.
Zu den betroffenen Attraktionen gehören nach übereinstimmenden Medienberichten unter anderem Raging Bull im Six Flags Great America, Diamondback und Orion im Kings Island sowie Fury 325 und Thunder Striker im Carowinds.
Die vorübergehenden Schließungen bedeuten nicht, dass an diesen Anlagen technische Mängel festgestellt wurden. Vielmehr handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme während der laufenden Untersuchungen.
Wann die betroffenen Achterbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen können, ist derzeit nicht bekannt.
Betreiber arbeitet mit Behörden zusammen
Six Flags erklärte, dass Mitarbeiter des Parks und die örtlichen Einsatzkräfte unmittelbar auf den Zwischenfall reagiert hätten. Das Unternehmen arbeite vollständig mit den zuständigen Behörden zusammen.
Zugleich sprach der Betreiber den Angehörigen des Verstorbenen sein Mitgefühl aus. Auch betroffene Besucher und Mitarbeiter würden unterstützt.
Lisa Cupid, Vorsitzende des Verwaltungsrats von Cobb County, bestätigte den Todesfall und die laufenden Ermittlungen. Sie betonte, dass der Vorfall sowohl für die Angehörigen als auch für die Besucher, Beschäftigten und die örtliche Gemeinschaft eine schwere Belastung darstelle.
Unfallursache weiterhin ungeklärt
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen keine abschließenden Ermittlungsergebnisse vor. Insbesondere gibt es keine behördlich bestätigte Aussage darüber, ob ein technischer Defekt, ein Problem mit dem Rückhaltesystem oder andere Umstände zu dem Vorfall geführt haben.
Entsprechende Vermutungen lassen sich daher derzeit nicht seriös bewerten.
Für die Freizeitparkbranche ist insbesondere von Bedeutung, dass Six Flags als Vorsichtsmaßnahme mehrere vergleichbare Anlagen an unterschiedlichen Standorten außer Betrieb genommen hat.
Welche Konsequenzen sich aus den Untersuchungen ergeben und unter welchen Voraussetzungen die betroffenen Achterbahnen wieder öffnen dürfen, bleibt abzuwarten.
Update vom 13. Oktober 2026: Auch SeaWorld Orlando schließt Achterbahn
Inzwischen hat auch SeaWorld Orlando auf den Zwischenfall bei Six Flags Over Georgia reagiert. Der Freizeitpark in Florida hat seine Achterbahn Mako am 13. Oktober 2026 vorsorglich außer Betrieb genommen. Ein Sprecher des Parks bestätigte die Maßnahme gegenüber dem US-Magazin Entertainment Weekly.
Die 2016 eröffnete Achterbahn stammt ebenfalls vom Schweizer Hersteller Bolliger & Mabillard. Nach bisherigen Informationen liegen keine Hinweise auf einen technischen Defekt an Mako vor. Wann die Anlage wieder in Betrieb genommen wird, ist derzeit nicht bekannt.
- Achterbahn
- B&M
- Bolliger & Mabillard
- Georgia
- Freizeitpark USA
- Six Flags
- Six Flags Over Georgia
- Goliath
- Achterbahn Schließung
- Six Flags Entertainment
- Kings Island
- Carowinds
- Raging Bull
- Fury 325
- Sicherheitsüberprüfung