Epic Universe im Praxistest: Spektakulär – aber springt auch der Funke über?
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Claudia -
7. Oktober 2026 um 10:48 -
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Bei unserem Aufenthalt in Orlando hatten wir nun selbst Gelegenheit, den jüngsten Themenpark des Universal Orlando Resort ausgiebig zu erleben. Zweimal führte uns unser Weg in den Park – einmal für einen kompletten Tag und ein weiteres Mal am Nachmittag mit anschließendem Besuch der Abendshow.
Keine Frage: Epic Universe ist beeindruckend. Die Themenwelten sind aufwendig gestaltet, technisch spielt vieles auf höchstem Niveau und einige Attraktionen gehören schon jetzt zu den besten im gesamten Universal Orlando Resort.
Celestial Park – das Herz von Epic Universe
Wer Epic Universe betritt, landet zunächst im Celestial Park. Von hier führen die großen Portale in die verschiedenen Themenwelten des Parks.
Der weitläufig angelegte Bereich ist weit mehr als eine reine Verbindung zwischen den einzelnen Welten. Wasserspiele, Grünflächen und die aufwendige Gestaltung sorgen dafür, dass man hier durchaus gerne etwas länger verweilt. Gleichzeitig merkt man allerdings auch, wie großzügig Epic Universe angelegt wurde. Die Wege können entsprechend lang werden.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich Celestial Park am Abend. Die Kombination aus Wasser, Licht, Musik und Feuerwerk gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen des Parks. Bei unserem Besuch begann die Show um 20:30 Uhr – entsprechend voll wurde es rund um die Brunnen. Einen guten Platz sollte man sich daher rechtzeitig suchen.
Stardust Racers – das Achterbahn-Highlight
Unser persönliches Achterbahn-Highlight in Epic Universe ist eindeutig Stardust Racers.
Die beiden parallel verlaufenden Strecken sorgen für ein Fahrerlebnis, das vor allem durch die zahlreichen Airtime-Momente und das Zusammenspiel der beiden Züge begeistert. Immer wieder entsteht während der Fahrt der Eindruck, als würden die Züge nur knapp aneinander vorbeirasen.
Wir sind beide Strecken gefahren, ohne dabei einen eindeutigen Favoriten ausmachen zu können. Beide Seiten machen enorm viel Spaß.
Im gesamten Universal Orlando Resort muss sich Stardust Racers für uns lediglich einer Achterbahn geschlagen geben: Jurassic World VelociCoaster in Universal's Islands of Adventure bleibt unsere persönliche Nummer eins. Stardust Racers folgt allerdings direkt dahinter.
Dark Universe – die positive Überraschung
Eine der größten Überraschungen unseres Besuchs war Dark Universe. Die Welt der klassischen Universal-Monster funktioniert erstaunlich gut und entwickelt eine ganz eigene Atmosphäre.
Das gilt insbesondere für Monsters Unchained: The Frankenstein Experiment. Die Attraktion verbindet ein ungewöhnliches Fahrsystem mit aufwendigen Szenen und der klassischen Monster-Thematik. Vor allem aber ist es eine dieser Attraktionen, die man problemlos mehrfach fahren kann.
Bei unseren Besuchen lagen die Wartezeiten teilweise bei gerade einmal rund zehn Minuten. Entsprechend blieb es nicht bei einer Fahrt – dreimal haben wir uns auf das Frankenstein-Experiment eingelassen.
Auch kulinarisch blieb Dark Universe in Erinnerung. An der Burning Blade Tavern, deren weithin sichtbare Windmühle tatsächlich in Flammen steht, probierten wir den Hunter's Garlic Stake. Wer Knoblauch mag, sollte sich diesen Snack durchaus merken.
Harry Potter – optisch kaum zu übertreffen
Dass Universal Harry-Potter-Themenwelten beherrscht, ist längst kein Geheimnis. Auch The Wizarding World of Harry Potter – Ministry of Magic macht hier keine Ausnahme.
Die Gestaltung ist bis ins kleinste Detail beeindruckend. Gebäude, Fassaden, Schaufenster und zahllose Kleinigkeiten sorgen dafür, dass man immer wieder stehen bleibt und etwas Neues entdeckt. Optisch gehört dieser Bereich für uns eindeutig zu den Höhepunkten von Epic Universe.
Das gilt auch für Harry Potter and the Battle at the Ministry. Die Attraktion ist technisch und thematisch ein echtes Highlight – hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: die Wartezeiten.
Wer als Hotelgast die Möglichkeit hat, die Early Park Admission zu nutzen, sollte sie unserer Erfahrung nach unbedingt in Anspruch nehmen. Gerade Battle at the Ministry gehört zu den Attraktionen, die man möglichst früh ansteuern sollte.
Super Nintendo World – großartig anzusehen
Kaum eine Themenwelt dürfte einen größeren Wiedererkennungswert besitzen als Super Nintendo World. Schon beim Betreten ist klar: Hier geht es um Mario, Luigi, Donkey Kong und eine Spielewelt, die viele Besucher seit ihrer Kindheit begleitet.
Optisch funktioniert das hervorragend. Alles ist bunt, bewegt sich und steckt voller bekannter Figuren und Elemente aus den Spielen. Gerade für Nintendo-Fans ist der Bereich eine kleine Reise zurück in die eigene Kindheit.
Bei Mine-Cart Madness zeigt sich allerdings auch, dass eine spektakuläre Inszenierung von außen nicht zwangsläufig für ein ebenso spektakuläres Fahrerlebnis sorgt. Besonders der optische Effekt der scheinbar unterbrochenen Schienen sieht für Zuschauer großartig aus. Während der Fahrt selbst bekommt man davon deutlich weniger mit.
Die Fahrt macht Spaß und passt hervorragend in die Welt von Donkey Kong, fällt für unseren Geschmack allerdings etwas kurz aus und bleibt fahrerisch hinter dem spektakulären äußeren Eindruck zurück.
Auch hier gilt: Wer Early Park Admission nutzen kann, hat einen deutlichen Vorteil. Mine-Cart Madness gehört neben Battle at the Ministry zu den Attraktionen, bei denen sich ein früher Start besonders lohnt.
Isle of Berk – Drachen, Achterbahn und ein ziemlich guter Snack
Deutlich entspannter präsentiert sich How to Train Your Dragon – Isle of Berk. Der farbenfrohe Bereich rund um Hicks, Ohnezahn und die Drachenwelt hat uns ausgesprochen gut gefallen.
Besonders Hiccup's Wing Gliders macht einfach Spaß. Die Achterbahn ist keine extreme Thrill-Maschine, muss das aber auch überhaupt nicht sein. Sie passt hervorragend in den Bereich und bietet eine rundum gelungene Fahrt.
Beim Spit Fyre Grill landete außerdem der Dragon Fire Chicken Spire auf unserem Speiseplan – und auch kulinarisch konnte Isle of Berk damit punkten.
Refill-Becher lohnen sich
Wer einen langen Tag in Epic Universe verbringt, sollte auch das Thema Getränke nicht unterschätzen. Wir waren mit Refill-Bechern unterwegs, die sich für uns klar bewährt haben.
An zahlreichen Coca-Cola-Freestyle-Stationen können die Becher immer wieder aufgefüllt werden. Zwischen zwei Füllungen gibt es eine kurze zeitliche Sperre, danach steht erneut eine große Getränkeauswahl zur Verfügung. Gerade bei den Temperaturen in Florida ist das ausgesprochen praktisch.
Ein Park mit viel Platz – und noch viel Potenzial
Epic Universe ist großzügig dimensioniert. Das sorgt einerseits dafür, dass die einzelnen Themenwelten genügend Raum bekommen, andererseits sind die Wege teilweise entsprechend lang.
Dabei darf man nicht vergessen, dass der Park noch jung ist. Rund um Epic Universe gibt es weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten, und es wäre keine Überraschung, wenn das Attraktionsangebot in den kommenden Jahren weiter wächst.
Das könnte dem Park guttun. Denn trotz mehrerer hervorragender Attraktionen und Themenwelten entstand bei unseren Besuchen nicht ganz dieses besondere Gefühl, das wir seit Jahren mit Universal's Islands of Adventure und den Universal Studios Florida verbinden.
Das ist schwer an einzelnen Attraktionen festzumachen. Epic Universe enttäuscht nicht. Im Gegenteil: Vieles ist hervorragend gemacht. Trotzdem kann ein neuer Park trotz perfekter Kulissen und modernster Technik nicht automatisch die Atmosphäre eines über Jahre gewachsenen Parks ersetzen.
Unser Fazit: Epic Universe lohnt sich – aber die Klassiker bleiben vorne
Lohnt sich Epic Universe? Ganz klar: Ja.
Stardust Racers gehört zu den besten Achterbahnen des Resorts, Monsters Unchained war eine ausgesprochen positive Überraschung, Ministry of Magic ist thematisch herausragend und auch Isle of Berk hat uns sehr gut gefallen. Am Abend zeigt sich Celestial Park schließlich noch einmal von seiner vielleicht schönsten Seite.
Epic Universe ist damit eine starke Ergänzung für das Universal Orlando Resort.
Unser persönlicher Favorit ist der neue Park trotzdem nicht. Unser Herz hängt weiterhin an Universal's Islands of Adventure und den Universal Studios Florida. Dort finden wir noch immer jene Mischung aus Attraktionen und Atmosphäre, wegen der wir immer wieder gerne nach Universal Orlando zurückkehren.
Das führt auch zu einer vielleicht überraschenden Empfehlung: Wer ausreichend Zeit in Orlando verbringt, sollte Epic Universe unbedingt besuchen. Wer dagegen zum ersten Mal im Universal Orlando Resort ist und beispielsweise nur drei Parktage zur Verfügung hat, für den würden wir persönlich weiterhin Universal Studios Florida und Islands of Adventure priorisieren.
Epic Universe muss man gesehen haben. Ob der Funke anschließend genauso überspringt wie bei den beiden älteren Universal-Parks, muss dagegen jeder für sich selbst herausfinden.
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