Milliardenprojekt bei Paris: Qiddiya plant neue Freizeitdestination – Dragon-Ball-Park im Gespräch
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Shakergirl -
25. August 2026 um 14:09 -
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Die saudische Qiddiya Investment Company plant in Cergy-Pontoise nordwestlich der französischen Hauptstadt eine groß angelegte Freizeit- und Entertainmentdestination. Rund sechs Milliarden Euro sollen über den gesamten Entwicklungszeitraum investiert werden. Bis zu 22.000 Arbeitsplätze könnten im Zusammenhang mit dem Vorhaben entstehen.
Die Pläne wurden während des offiziellen Besuchs des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekannt. Das Élysée sprach zunächst von drei zukünftigen Themenparks. In einer am 25. August veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Frankreichs und Saudi-Arabiens wird das Vorhaben inzwischen genauer als große „Mixed-Use, Multi-Park Destination“ beschrieben.
Freizeitparks, Hotels, Kultur und Sport
Damit soll in Cergy-Pontoise offenbar weit mehr als ein klassischer Freizeitpark entstehen. Nach der gemeinsamen Erklärung beider Staaten soll die neue Destination Angebote aus den Bereichen Entertainment, Freizeit, Hotellerie, Kultur und Sport miteinander verbinden.
Der derzeitige Planungsstand sieht bis zu drei große Entertainment-Anker vor. Hinzukommen sollen Hotels und ergänzende Freizeitangebote. Für den gesamten Entwicklungszyklus wird derzeit mit Investitionen von rund sechs Milliarden Euro gerechnet.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete das Vorhaben als Projekt einer Größenordnung, wie sie das Land seit Disneyland Paris nicht mehr erlebt habe. Gleichzeitig sprach er von einer neuen Destination mit internationaler Bedeutung.
Dragon Ball soll eine zentrale Rolle spielen
Besonders interessant für Freizeitparkfans ist die geplante thematische Ausrichtung eines Teils des Projekts. Nach übereinstimmenden Berichten französischer und internationaler Medien soll einer der vorgesehenen Parks beziehungsweise Entertainment-Anker auf Dragon Ball basieren.
Offiziell Bestandteil der gemeinsamen französisch-saudischen Erklärung ist Dragon Ball bislang allerdings nicht. Ein Berater des französischen Präsidenten erklärte gegenüber Medien, dass die Idee aus einem Gespräch zwischen Emmanuel Macron und Mohammed bin Salman während Macrons Besuch in Riad im Dezember 2024 entstanden sei. Dabei hätten beide ihre gemeinsame Begeisterung für Manga und insbesondere Dragon Ball entdeckt.
Auch die Themen der weiteren geplanten Bereiche sind bislang nicht bekannt.
Qiddiya bringt bereits Erfahrung mit Dragon Ball mit
Dass ausgerechnet Qiddiya hinter dem französischen Projekt steht, ist bemerkenswert. Das Unternehmen entwickelt in Saudi-Arabien bereits einen eigenen Dragon Ball Theme Park als Bestandteil von Qiddiya City.
Für diesen wurden mehr als 500.000 Quadratmeter Fläche, sieben Themenbereiche und über 30 Fahrgeschäfte und Attraktionen angekündigt. Zu den geplanten Wahrzeichen gehört ein rund 70 Meter hoher Shenlong. Für das Projekt arbeitet Qiddiya mit Toei Animation zusammen.
Diese Angaben gelten jedoch ausschließlich für den Park in Saudi-Arabien. Bislang gibt es keine bestätigten Informationen darüber, dass der französische Dragon-Ball-Park dessen Dimensionen, Attraktionen oder Gestaltung übernehmen wird.
Rückkehr des Freizeitparks nach Mirapolis?
Eine zusätzliche historische Dimension erhält das Projekt durch seinen möglichen Standort. Nach Informationen von Le Monde soll das Vorhaben das Gelände des ehemaligen Freizeitparks Mirapolis nutzen.
Mirapolis eröffnete 1987 in Cergy-Pontoise, konnte die hohen Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Bereits 1991 wurde der Freizeitpark wieder geschlossen. Sollte Qiddiya seine Pläne dort verwirklichen, könnte das Gelände nach rund 35 Jahren erneut Teil eines großen Freizeitparkprojekts werden.
Eine endgültige detaillierte Flächenaufteilung der neuen Destination wurde bislang allerdings nicht öffentlich vorgestellt.
Entwicklung soll schrittweise erfolgen
Bis zur Eröffnung dürfte noch einige Zeit vergehen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Élysée soll die Entwicklung über mehrere Jahre erfolgen. Die einzelnen Bestandteile sollen dabei schrittweise gebaut und eröffnet werden.
Einen offiziellen Eröffnungstermin gibt es derzeit nicht. Ebenso fehlen bislang konkrete Angaben zu Fahrgeschäften, Herstellern, Parkgrößen oder der Anzahl der geplanten Hotels.
Auch die genaue Ausgestaltung der bis zu drei großen Entertainment-Angebote steht noch nicht fest. Damit befindet sich das Milliardenprojekt trotz der politischen Vereinbarung weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase.
Fest steht inzwischen jedoch, dass die Pläne deutlich über einen einzelnen Freizeitpark hinausgehen. Sollte die vorgesehene Investition von rund sechs Milliarden Euro tatsächlich umgesetzt werden, könnte in Cergy-Pontoise eine neue große europäische Freizeitdestination entstehen, die Themenparks mit Hotels sowie Kultur-, Sport- und weiteren Entertainmentangeboten verbindet.