Bud Spencer Museum in Berlin schließt Ende Dezember 2026
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Claudia -
9. Oktober 2026 um 04:11 -
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Der Betrieb am Standort Unter den Linden endet offiziell am 31. Dezember. Wirtschaftliche Schwierigkeiten, langwierige Bauarbeiten und Konflikte mit den Behörden haben die Betreiber zu diesem Schritt bewogen.
Seit seiner Eröffnung im Juni 2021 war das Bud Spencer Museum ein beliebter Anlaufpunkt für Fans des italienischen Schauspielers. Bereits in den ersten zweieinhalb Jahren kamen mehr als 250.000 Besucher in die Ausstellung. Originalkostüme, Filmrequisiten und persönliche Erinnerungsstücke gewährten Einblicke in das Leben und die Karriere von Carlo Pedersoli, der als Bud Spencer weltberühmt wurde.
Baustelle sorgte für erhebliche Einnahmeverluste
Als einen der Hauptgründe für die Schließung nennen die Betreiber eine mehr als ein Jahr andauernde Baustelle unmittelbar vor dem Museum. Diese habe die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit erheblich eingeschränkt und zu einem deutlichen Rückgang der Besucherzahlen geführt.
Obwohl die Bauarbeiten im Juli 2026 abgeschlossen wurden, blieb die erhoffte wirtschaftliche Erholung aus. Hinzu kamen steigende Betriebskosten, eine zurückhaltende Konsumbereitschaft und ein schwieriges touristisches Umfeld.
Für das ausschließlich privat finanzierte Museum entwickelte sich die Situation zunehmend zu einer wirtschaftlichen Belastung.
Kritik an Behörden und fehlender Kulturförderung
Neben den finanziellen Schwierigkeiten beklagen die Verantwortlichen mangelnde Unterstützung durch die öffentliche Hand. Nach eigenen Angaben erhielt das Museum seit seiner Eröffnung keine staatliche Förderung. Auch rechtliche Schritte gegen die Ablehnung beantragter Unterstützung blieben erfolglos.
Zusätzlich habe es wiederholt Auseinandersetzungen mit dem Bezirksamt Berlin-Mitte gegeben. Dabei ging es unter anderem um Außenwerbung, Rückbauanordnungen und die Nutzung von Außenflächen.
„Die ständigen Auseinandersetzungen und kaum nachvollziehbare Auflagen haben uns zermürbt“, erklärt Michael Maaß, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Nobody Media GmbH.
Die Betreiber hätten sich mehr Unterstützung und eine größere Bereitschaft zur gemeinsamen Lösungsfindung gewünscht.
Ein besonderer Treffpunkt für Bud-Spencer-Fans
Das Museum war weit mehr als eine Sammlung von Filmrequisiten. Für viele Besucher entwickelte es sich zu einem Ort, an dem Erinnerungen an die Filme von Bud Spencer und Terence Hill lebendig wurden.
Besonders die generationsübergreifende Begeisterung habe die Verantwortlichen beeindruckt. Familien, internationale Fans und langjährige Bewunderer des Schauspielers fanden hier einen gemeinsamen Treffpunkt.
Ein besonderer Dank der Betreiber gilt der Familie Pedersoli, die das Projekt unterstützte, sowie den Mitarbeitern und zahlreichen Fans.
Gibt es eine Zukunft an einem anderen Standort?
Mit der Schließung in Berlin muss die Geschichte des Bud Spencer Museums nicht zwangsläufig enden. Die Betreiber möchten die Ausstellung und das Andenken an den Schauspieler auch künftig bewahren.
Ob das Museum an einem anderen Standort wiedereröffnet werden kann oder die Sammlung in anderer Form zugänglich gemacht wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest.
Wer die Ausstellung in Berlin noch einmal besuchen möchte, hat dazu bis einschließlich 23. Dezember 2026 Gelegenheit.
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