Tierischer Nachwuchs im Tierpark Berlin: Afrikanische Wildhund-Welpen bestehen ihren ersten Gesundheitscheck đŸ
Zwei junge Afrikanische Wildhunde sorgen dort fĂŒr Begeisterung â und haben nun ihren ersten wichtigen Gesundheitscheck erfolgreich hinter sich gebracht. Die neugierigen Jungtiere wurden Anfang Januar geboren und entwickeln sich prĂ€chtig.
Erster Tierarztbesuch fĂŒr die kleinen Wildhunde
Am 7. Januar 2026 kamen die beiden Jungtiere im Tierpark zur Welt. Jetzt stand ein wichtiger Termin auf dem Programm: der erste tierÀrztliche Check-up. Dabei wurden die beiden Welpen untersucht, geimpft, gewogen und bekamen eine Wurmkur.
Ganz ruhig blieb das Geschwister-Duo allerdings nicht. Beim Tierarzt machten die beiden lautstark klar, dass sie eigentlich viel lieber herumtoben wĂŒrden. Trotzdem verlief die Untersuchung problemlos.
Dabei stellte sich auch heraus: Der Nachwuchs besteht aus einem Weibchen und einem MĂ€nnchen. Beide sind gesund, fit und zeigen sich Ă€uĂerst aktiv.
Das Weibchen bringt aktuell rund 4,25 Kilogramm auf die Waage, wÀhrend das MÀnnchen etwa 4,1 Kilogramm wiegt.
Erste Schritte Richtung SelbststÀndigkeit
Die jungen Wildhunde machen bereits groĂe Fortschritte. Neben der Muttermilch probieren sie inzwischen auch erste Fleischmahlzeiten. Zu Beginn wurde ihnen das Futter noch von den erwachsenen Rudelmitgliedern hervorgewĂŒrgt â ein typisches Verhalten bei dieser Tierart.
Nach der Untersuchung kehrten die beiden sofort zu ihrer Familie zurĂŒck. Das Rudel nahm die kleinen Abenteurer sichtbar erleichtert wieder auf. Kurz darauf zog sich die ganze Gruppe in die Sonne zurĂŒck, wo ausgelassen gespielt, gerauft und getobt wurde.
Tierpark- und Zoodirektor Andreas Knieriem zeigt sich begeistert vom Nachwuchs. Besonders beeindruckend sei, wie selbststÀndig die Jungtiere schon jetzt auftreten. Ein Besuch bei den Wildhunden gehört derzeit zu den spannendsten Momenten eines Tierpark-Rundgangs.
Auch GĂ€ste können die beiden Jungtiere bereits beobachten, wenn sie neugierig ihr Gehege erkunden. Einen Namen haben die Geschwister allerdings noch nicht â dieser wird erst in den kommenden Wochen vom Tierpflegeteam ausgewĂ€hlt.
Faszinierende Rudeltiere mit besonderer Sozialstruktur
Afrikanische Wildhunde sind entfernte Verwandte von Wölfen und damit auch unserer Haushunde. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Verhalten und Lebensweise.
Die Tiere leben in hochorganisierten Rudeln, in denen Zusammenarbeit eine groĂe Rolle spielt. Nicht nur die Eltern kĂŒmmern sich um den Nachwuchs â auch Ă€ltere Geschwister helfen bei der Aufzucht. WĂ€hrend die Erwachsenen jagen, passen andere Rudelmitglieder auf die Welpen auf.
AngefĂŒhrt wird das Rudel von einem dominanten Paar, das als einziges Nachwuchs bekommt und wichtige Entscheidungen fĂŒr die Gruppe trifft. Besonders bemerkenswert: Beim Fressen haben die Jungtiere immer Vorrang.
Ein weiteres spannendes Detail ist ihr Fell. Jeder Afrikanische Wildhund besitzt ein individuelles Muster aus schwarzen, braunen und weiĂen Flecken â vergleichbar mit einem Fingerabdruck.
Stark bedrohte Raubtiere Afrikas
Trotz ihrer beeindruckenden FÀhigkeiten gehören Afrikanische Wildhunde zu den seltensten Raubtieren Afrikas. Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion International Union for Conservation of Nature gelten sie als stark gefÀhrdet.
Lebensraumverlust, Krankheiten und Konflikte mit Menschen haben die BestÀnde stark reduziert. Heute leben nur noch wenige tausend Tiere in isolierten Regionen Afrikas.
Der wissenschaftliche Name der Art lautet Lycaon pictus, was ĂŒbersetzt so viel bedeutet wie âbemalter Wolfâ.
Kuriose Fakten ĂŒber Afrikanische Wildhunde
Afrikanische Wildhunde zĂ€hlen zu den erfolgreichsten JĂ€gern der Savanne. Ihre Jagderfolge liegen sogar deutlich ĂŒber denen vieler bekannter Raubtiere wie Löwen oder Geparden.
Besonders ungewöhnlich ist auch ihre Kommunikation. Neben Bellen und Heulen nutzen sie eine ganze Reihe anderer Laute â darunter zwitschernde oder pfeifende GerĂ€usche.
Sogar Niesen spielt eine Rolle im Rudelleben. Forschende vermuten, dass das sogenannte âSneeze Votingâ eine Art demokratische Abstimmung sein könnte. Vor einer Jagd versammelt sich das Rudel â und jedes Niesen zĂ€hlt als Zustimmung zum Aufbruch.
Besuch bei den kleinen Wildhunden lohnt sich
Der Nachwuchs sorgt aktuell fĂŒr besonders lebendige Szenen im Tierpark. Verspieltes Toben, neugierige Entdeckungstouren und erste Jagdspiele machen die beiden Welpen zu echten Publikumslieblingen.
Ein Besuch bei den Afrikanischen Wildhunden im Tierpark Berlin verspricht derzeit also besonders spannende Einblicke in das Leben dieser faszinierenden und bedrohten Tierart.
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