Können CBD Blüten bei der Angst vor Achterbahnen helfen?


Die einen sind von der Achterbahn auf der Kirmes fasziniert und freuen sich das ganze Jahr darauf, dass der Rummel wieder in ihre Region kommt. Andere dagegen machen einen weiten Bogen um diese Anlagen. Sie werden nach der Fahrt von Schwindel und Übelkeit geplagt, die den Gang über den Jahrmarkt vermiesen. Dabei ist mit CBD (Cannabidiol) seit einiger Zeit ein Wirkstoff auf dem Markt, der auf natürliche Art und Weise die Symptome zahlloser stressbedingter Beschwerden wie Angstattacken lindern soll!



Konfuser Gleichgewichtssinn


Achterbahnen schütteln die Besucher richtig durch. Viele suchen diesen Kick und können gar nicht genug davon bekommen. Andere dagegen schauen lieber zu, weil es ihnen auf der Achterbahn übel wird oder weil sie so großen Respekt davor haben, dass sie auf den beliebten Spaß verzichten. Das Ganze hat eine natürliche Ursache, ist nicht mit Folgeschäden behaftet und lässt sich leicht erklären.



Durch die rasende Fahrt auf der Achterbahn mit ihren abrupten Richtungswechseln kann der Gleichgewichtssinn durcheinandergebracht werden. Dieser sitzt im Innenohr und wird durch drei gebogene Kammern gebildet, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Bei jeder Bewegung schwappt diese Flüssigkeit hin und her. Die Bewegungen werden über haarfeine Sinneszellen ans Gehirn gemeldet. Sobald sich die Flüssigkeit im Innenohr wieder beruhigt hat, ist der Gleichgewichtssinn wiederhergestellt.


Ungewohnte Bewegungen belasten die Nerven

Ungewohnte, schnelle Bewegungen mit plötzlichen Richtungswechseln können bei manchen Menschen das sensible Gleichgewichtssystem überlasten. Das Gehirn erhält konfuse Signale und sendet diese ebenso ungeregelt an die Organe zurück. Die Folge davon sind Schwindel und Übelkeit.



CBD soll nun ein Mittel sein, welches die Angst vor dem Jahrmarkt und dessen Hochgeschwindigkeits-Attraktionen nimmt. Der Wirkstoff ist in vielen Produkten enthalten, da ihm entzündungshemmende, krampflösende, schmerzlindernde und vor allem entspannende Wirkungen nachgesagt werden. Letztere sind es, die empfindlichen Seelen auf der Kirmes helfen sollen, ihre Angst vor der Achterbahn oder dem Looping zu überwinden. Dabei sind es vor allem CBD Blüten, welche die besten Wirkungen versprechen.


Was wird unter CBD verstanden?


CBD ist ein Wirkstoff (Cannabinoid) der Hanfpflanze (Cannabis Sativa). Anwender schwören auf CBD, weil es das Wohlbefinden verbessern und damit die Lebensqualität auf ein höheres Level heben soll.



Die Substanz wird in vielen Darreichungsformen angeboten: Die Kosmetikindustrie bedient sich eher Cremes und Salben; der Wellness-Bereich und die Nahrungsmittelbranche nutzen CBD Öl und Kapseln. Die intensivste und natürlichste Form, mit der CBD eingenommen werden kann, ist der Konsum von Blüten. In ihnen konzentriert sich das Cannabidiol am Ende der Wachstumsphase.


Wie wirkt CBD bei Angst?


CBD entfaltet seine Wirkung über das menschliche Endocannabinoid System (ECS), welches sich in Form von Rezeptoren über den gesamten Organismus verteilt. Es ist mitverantwortlich für den Transport von Empfindungen und Gefühlen.



Es wird vermutet, dass Cannabidiol an diesen Rezeptoren andockt und positive Gefühlsbewegungen aktiviert und negative Erregungen blockiert. Im Falle der Irritationen, die eine Achterbahnfahrt bei manchen Betroffenen auslöst, könnte CBD demnach Angstzustände unterdrücken und dabei helfen, Anwandlungen von Übelkeit zu verdrängen.


Stress – überlebenswichtige Funktion


Stress ist eine der Hauptursachen für eine ganze Reihe von Angstzuständen, wie sie im Alltag vorkommen und wie sie auch vor dem Besteigen der Achterbahn auftreten können. Dabei ist Stress ein natürlicher Schutzmechanismus. Er tritt immer dann in Erscheinung, wenn sich der Mensch oder ein Lebewesen bedroht fühlt. In einer solchen Situation schüttet der Organismus verstärkt Adrenalin aus.



Damit bereitet sich der Körper in einer Bedrohungssituation entweder auf die Flucht oder den Kampf vor. Der Herzschlag und die Atmung beschleunigen sich und die Muskeln spannen sich an. Zudem schärfen sich die Sinne. Was in früheren Zeiten, als der Mensch noch als Jäger und Sammler sein Überleben sicherte, Sinn stiftete, ist bei der heutzutage gegebenen Reizüberflutung eher hinderlich.


Zu viel Stress überlastet Geist und Körper


Das Zuviel an Reizen bewirkt auch, dass sich der Organismus immer in Habachtstellung befindet. Das Stressradar schlägt ständig aufgrund privater und beruflicher Probleme aus. Körperlich macht sich dies durch Verspannungen im Nackenbereich und der Wirbelsäule bemerkbar. Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Probleme und Gewichtsschwankungen sind die körperlichen Folgen.



Vor allem aber trifft Stress die Psyche. Die Konsequenz ist eine stetige innere Unruhe, die mit Schlaf- und Angststörungen einhergeht. Nicht jede Panikattacke endet gleich in einer Depression. Allerdings kann es die Betroffenen davon abhalten, Dinge zu tun, die sie zwar gerne möchten, sich aber nicht zutrauen. CBD könnte den Ängsten die Spitze nehmen und diese auf ein erträgliches Maß reduzieren.


Wie werden CBD Blüten konsumiert?


In der Regel werden CBD Blüten geraucht. Die meisten Anwender mischen sie mit etwas Tabak und stopfen eine Pfeife oder drehen eine Zigarette. Allerdings zeigt sich, dass Rauchen nicht jedermanns Sache ist. Zudem werden bei dieser Form des Konsums in den Verbrennungsrückständen unzählige Giftstoffe freigesetzt. Wenn diese inhaliert werden, erhöht sich die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken.



Daher setzt sich mehr und mehr die schonende Darreichungsform des Verdampfens durch. Dazu bedarf es eines Vaporizers – ein solches Gerät ähnelt einer E-Zigarette. Im Vaporizer werden die Blüten auf etwa 200° Celsius erhitzt. Bei dieser Temperatur löst sich das CBD aus der Biomasse. Der entstehende Dampf wird inhaliert. Es wird angenommen, dass beim Verdampfen etwa 95 % weniger Schadstoffe als beim Rauchen aufgenommen werden.


Welche Blüten kommen infrage?


In den meisten Ländern der EU (Europäische Gemeinschaft) ist der Konsum von CBD Produkten legal – das gilt auch für Deutschland. Die Regelungen sind etwas verworren und unterliegen ab und an Änderungen.



Derzeit stellt sich die Angelegenheit so dar, dass CBD-Produkte keinen Beschränkungen unterliegen, sofern das Saatgut der EU-Norm entspricht und weniger als 0,2 % THC (Tetrahydrocannabinol) aufweist. THC ist eine Substanz, die wie CBD aus den Blüten der Cannabispflanze gewonnen wird. Aufgrund seiner berauschenden Effekte steht THC noch auf einer Verbotsliste und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Auf CBD trifft das nicht zu.



Allerdings bilden die Blüten eine Ausnahme. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass bei einer enormen Überdosierung die Gefahr eines Rausches besteht. Deshalb ist der Handel mit CBD Blüten in Deutschland untersagt. Dem gegenüber steht das EU-Recht, das den freien Handelsverkehr innerhalb der Union vorschreibt. In vielen EU-Staaten ist der Vertrieb von CBD Blüten erlaubt. Es steht also Gesetz gegen Gesetz und das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der steigt so lange auf CBD Öl um. Als weiterverarbeitetes Produkt sind Öle in jedem Falle legal.


Dosierung von CBD Blüten


Eine genaue Dosierungsanleitung für CBD Blüten kann nicht empfohlen werden. Hängt sie doch vom Alter, dem Gewicht und der körperlichen Verfassung der Anwender ab. Es ist ratsam, mit einer kleinen Dosierung zu beginnen und diese Schritt für Schritt zu steigern, bis die gewünschten Effekte erreicht sind.


Fazit


CBD Blüten sollen aufgrund ihrer vermuteten entspannenden Wirkungen unnötige Ängste kompensieren, sodass die Furcht vor der Achterbahn überwunden wird. Außerdem könnte ein Gefühl der Übelkeit eingedämmt werden. Es empfiehlt sich, vor der Anwendung mit dem behandelnden Hausarzt zu sprechen.