Fortführung der Gebührenbefreiung für DOM-Schausteller & Frühlingsdom ohne Zugangsbeschränkungen

Fortführung der Gebührenbefreiung für DOM-Schausteller & Frühlingsdom ohne  Zugangsbeschränkungen


Für das Hamburger Schaustellergewerbe bilden insbesondere die Domveranstaltungen eine elementar wichtige wirtschaftliche Grundlage. Der Senat hat unter Berücksichtigung der Situation des Schaustellergewerbes aufgrund des Ausfalls von insgesamt vier Domveranstaltungen daher beschlossen, dass die für den Sommer- und Winterdom 2021 eingeführte Gebührenbefreiung bis zum 31. Oktober 2022 fortgeführt wird. Pro Veranstaltung verzichtet die Stadt Hamburg dabei auf etwa 300.000 Euro Gebührenerlöse. Ebenfalls werden auch für die bezirklichen Volksfeste bis zum selben Stichtag keine Standgebühren erhoben. Auch der Hamburger Fischmarkt soll unter Corona-Bedingungen weiter durchgeführt werden. Coronabedingt können zur Entzerrung des Marktes nur jeweils die Hälfte der Händlerinnen und Händler im Wechsel vertreten sein. Dem veranstaltendem Bezirksamt Altona werden die voraussichtlichen Mindererlöse in Höhe von rund 286.000 Euro für den Zeitraum bis Oktober erstattet.


Zitat von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann

„Für das Schaustellergewerbe ist die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs mit hohen Kosten für Transport, Personal, Energie, Wareneinsatz oder TÜV Abnahmen verbunden. Zudem haben die letzten beiden Jahre viele Betriebe an den Rand ihrer Existenzfähigkeit gebracht. Der Verzicht auf die Standgebühren leistet einen Beitrag, das Gewerbe wieder auf eine tragfähige Basis zu stellen und Insolvenzen der über Generationen hinweg bestehenden Familienbetriebe und Traditionsunternehmen zu vermieden. Der Fortbestand des Schaustellergewerbes und der Volksfestkultur ist dabei mehr als nur ein wirtschaftliches Gut. Er ist Teil der Hamburger Kultur und Tradition. Wir freuen uns auf einen Frühjahrsdom, der voraussichtlich ohne Zugangsbeschränkungen durchgeführt werden kann und hoffentlich für die Schaustellerschaft den Wendepunkt in postpandemische Zeiten darstellt.“


Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Corona hat insbesondere das traditionsreiche Schaustellergewerbe hart getroffen. Häufig sind das Familienbetriebe - diese standen und stehen im Fokus unserer Corona-Hilfen. Auch wenn wir in diesem Jahr hoffentlich sehr bald wieder weitgehend zur Normalität im öffentlichen Leben zurückkehren werden, die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen wirken noch lange nach – dies gilt insbesondere auch für die Schaustellerinnen und Schausteller sowie die vielen Händlerinnen und Händlern auf den Märkten. Vor diesem Hintergrund schaffen wir hier weiterhin finanzielle Entlastung für die Betriebe und die notwendigen Voraussetzungen, damit diese Hamburger Traditionsveranstaltungen stattfinden können.“

Frühlingsdom ohne Zugangsbeschränkungen

Zum Frühlingsdom (25. März – 24. April 2022) werden etwa 225 Schaustellerbetriebe erwartet. Dabei wird es die erste Domveranstaltung nach der Pandemie sein, bei der voraussichtlich keine Zugangsbeschränkungen mehr gelten werden. Der Hamburger DOM ist ein seit dem 11. Jahrhundert bestehendes Volksfest und damit eine fest in Hamburg verankerte Traditionsveranstaltung. Die Schausteller- und Gastronomiebetriebe auf dem Gelände des Hamburger Doms stellen etwa 2000 Arbeitsplätze und sorgen neben ihrem eigenen Erlös auch für Umsatz bei den Gewerbetreibenden in der näheren Umgebung. Auch die bezirklichen Volksfeste in den einzelnen Stadtteilen stellen in der Tradition verankerte Brauchtümer dar, die Identität stiften und die Stadteile beleben.


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Kai
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