Saturno Park: Das Vergessene Vergnügungsparadies in Barcelona
Eröffnet am 26. Mai 1911, fand der Park seinen Platz im Parc de la Ciutadella, einer grünen Oase, die einst militärisches Gelände war. Die Plaza de Armas, direkt vor dem ehemaligen Arsenal (heute Sitz des katalanischen Parlaments), wurde zur Bühne für spannende Attraktionen und unvergessliche Erlebnisse.
Spektakuläre Attraktionen, die begeisterten
Die Attraktionen des Saturno Parks waren ihrer Zeit voraus und boten Nervenkitzel pur. Besonders beliebt waren:
- Die Montañas Rusas "Los Urales": Diese Achterbahn hatte einen überdachten Abschnitt, der wie ein Drache gestaltet war – perfekt, um den Fahrgästen einen ordentlichen Schrecken einzujagen!
- Water Chutt: Ein rasanter Wasserrutschen-Spaß, der in einem See endete.
- Der Große Tobogán: Eine spiralförmige Rutsche, die in einer hohen Zylinderturm-Konstruktion untergebracht war.
- Witching Waves: Eine elektrische Autoscooter-Bahn, die damals absolut innovativ war.
Aber auch Klassiker wie ein Karussell, ein Labyrinth mit der "Diabolischen Treppe", Schießstände und sogar ein Café mit Kino lockten die Besucher.
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Konkurrenz und Niedergang
Saturno Park war nicht der einzige Freizeitpark in Barcelona. Er folgte den berühmten Campos Elíseos und wurde von anderen Parks wie dem Turó Park und dem Tibidabo Park abgelöst. Dennoch war er für ein Jahrzehnt der Hotspot für Vergnügungshungrige.
1921 endete die Geschichte des Parks. An seiner Stelle entstand ein Garten, entworfen von Jean-Claude Nicolas Forestier. Heute kann man dort das ovale Becken mit der berühmten Skulptur "Desconsuelo" von Josep Llimona bewundern.
Warum Saturno Park nicht in Vergessenheit geraten sollte
Saturno Park war ein Meilenstein in der Freizeitkultur Barcelonas. Er zeigte, wie wichtig Vergnügungseinrichtungen für den sozialen Zusammenhalt sind und inspirierte zukünftige Projekte. Der Park war ein Ort des Lachens, der Nervenkitzel und der Innovation – ein echtes Stück Geschichte, das es verdient, erinnert zu werden.